Schütze dich
und dein Team gegen Gewalt

Taschenkarte Mandatsträger #sicherimBüro

#sicherimBüro Taschenkarte für Mandatsträgerinnen und Mandatsträger

sicherimbuero

 

 

Wir wollen Ihre und die Handlungssicherheit Ihres Teams unterstützen.

Die Taschenkarte #sicherimBüro vermittelt konkrete Hilfestellungen zum Umgang mit Bedrohungen, Beleidigungen und Angriffen im Arbeitsalltag.

Darüber hinaus erhalten Sie ergänzende Informationen und Quellenhinweise der Kooperationspartner von #sicherimDienst.

Sicher im Umgang mit Konflikten, Drohungen und Übergriffen

Das Thema Sicherheit sollte in den Teambesprechungen grundsätzlich eingebunden werden. Klare Absprachen und fördern Handlungssicherheit im Fall der Fälle. Das können z.B. folgende Konzepte und Absprachen sein.

  • Sachverhalte, die eine Alarmierung der Polizei notwendig machen (110 wählen)
  • Sachverhalte, die einen Rückzug (verlassen des Raumes, Abstand einnehmen) und deeskalative Maßnahmen bei Warnsignalen für Gewalt
  • Absprache eines Codewortes bei Gefahren/ Bedeutung des Codewortes (z.B. Polizei hinzuziehen, Rückzug)
  • Keine Toleranz gegenüber Gewalt: Stellen Sie Strafantrag und unterstützen Sie Ihre Mitarbeitenden
  • Im Nachgang reden Sie im Team über die Konfliktsituation und stimmen Sie zukünftiges Vorgehen ab. Erkennen Sie Schwachstellen und lernen aus diesen Sachverhalten. Nutzen Sie vorhandenen Beratungsangebote (z.B. Deeskalationstrainings oder psychosoziale Unterstützung)

Warnsignale für Gewalt sind

Äußere Merkmale

  • Alkohol oder Drogen
  • Ärger, Wut, Aggressionen & Gewaltgebaren
  • Stress
  • Hohes Aktivitätsniveau
  • Umherschauen
  • Person sucht nach Gegenstand / Person
  • Auffälliges Zurückziehen & Ruhigwerden

Kommunikation

  • Ignoriert auffällig die Kommunikation
  • Kein Blickkontakt
  • Lange Zeit bis zur Antwort
  • Wiederholung von beantworteten Fragen
  • Kann Gesprächsinhalten nicht folgen
  • Anstarren
  • Laute Stimme
  • Beschimpfungen & Fluchen
  • Kommt anderen Personen nahe

Deeskalationsstrategien

Zuhören: aktiv Zuhören; nachfragen; Gesagtes in eigenen Worten
wiederholen; Aufmerksamkeit signalisieren; auf Aus-
sagen des anderen eingehen
Respekt zeigen: Höflich sein; auf Fragen des Gegenübers eingehen
Geduldig sein: Geduldig mit dem Gegenüber umgehen; sich Zeit nehmen
Empathie zeigen: Verständnis für Emotion des Gegenübers haben und
zeigen
Stresskontrolle: Ruhig bleiben & sich Zeit nehmen; ruhig atmen;
Stressoren ausschalten; Gegenüber beruhigen
Sachlichkeit: Wertungsfreie Ausdrucksweise; Vermeidung von Vor-
würfen; professioneller Umgang mit Provokationen;
keine Schuldzuweisungen; Lösungsorientierung
Gesichtswahrung: z. B. nicht bloßstellen, vorführen vor anderen

Quelle: https://ambosafe.de

Ein kommunizierter Tagesablauf schafft Transparenz für alle Hilfskräfte. Für Unbekannte sollten Ihr Aufenthaltsort und Ihr Tagesablauf nicht ersichtlich und vorhersehbar sein. Prüfen Sie daher kritisch, ob Sie die Einsicht in Ihren öffentlichen Terminkalender frei zugänglich machen.

Quelle: #sicherimDienst

Führen Sie, wenn möglich, eine Zutrittskontrolle ein. Gewähren Sie Besuchern nur Zutritt, wenn ihre Identität feststeht.

Quelle: dfk

Richten Sie ihr Büro so ein, dass Sie anderen Personen gegenübersitzen und diese gut im Blick haben. Sie sollten im Notfall den kürzesten Weg zur nächstgelegenen Tür als Fluchtweg nutzen können. Der Fluchtweg muss gut erreichbar und frei sein. Er darf nicht durch Möbel oder andere Gegenstände versperrt sein. Planen Sie den Ablauf, für den Fall eines Angriffs.

  • Bewahren Sie keine Gegenstände offen auf dem Schreibtisch auf, die durch andere Personen als Waffe benutzt werden könnten. Dazu gehören beispielsweise Schere, Locher, Tacker und Brieföffner.
  • Auf Familienfotos sollte möglichst verzichtet werden. Geben Sie Fremden keine Auskunft über Ihre Termine, An- und Abwesenheitszeiten oder persönliche Verhältnisse. Insbesondere nicht telefonisch.
  • Bitten Sie Mitarbeiter und Kollegen, ebenso zu verfahren. Weitergehende Hinweise zur Sicherheit am Arbeitsplatz finden Sie im Faltblatt „Wie Sie sich vor Übergriffen Ihrer Kunden schützen“ aus dem Programm Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK). Dieses Faltblatt können Sie ebenfalls kostenlos bei Ihrer Polizeidienststelle bekommen oder unter www.polizei-beratung.de in der Rubrik Medienangebot downloaden.

Quelle: dfk

Kostenlose Beratung der Polizei

Lassen Sie sich (und ggf. Ihr Vermieter) kostenlos und neutral beraten, welche Sicherheitstechnik die Polizei empfiehlt. Weitere Informationen zur Erreichbarkeit der Beratungsstellen der Polizei und zum Adressennachweis finden Sie auf der Internetseite der Polizei NRW: www.polizei.nrw  > Kriminalität > Wohnungseinbruch.

Nehmen Sie das kostenlose, objektive und herstellerneutrale Beratungsangebot einer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle wahr und sichern Sie Ihr Zuhause durch mechanische Sicherungseinrichtungen wirksam gegen das gewaltsame Eindringen. Die nächstgelegene kriminalpolizeiliche Beratungsstelle nennt Ihnen jede Polizeidienststelle. Informationen zu Sicherungsmaßnahmen an Ihrem Zuhause erhalten Sie auch in der Broschüre „Ungebetene Gäste“ aus dem Programm Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK). Diese erhalten Sie kostenlos bei jeder Polizeidienststelle oder online zum Download unter www.polizei-beratung.de in der Rubrik Medienangebot.

Hinweise zu mechanischen und technischen Sicherungen am Arbeitsplatz und am Wohnort:

Schwachstellen am Arbeitsplatz und am Wohnort bieten Tätern günstige Gelegenheiten zur Tatbegehung. Die Analyse von Schwachstellen ist daher ein wichtiger Schritt, um günstige Tatgelegenheiten für Täter aufzudecken und daraus entsprechende Maßnahmen für eine mechanische oder elektronische Sicherungsvorkehrung abzuleiten.

Bei Ihrer Sicherungsplanung sollten mechanische Sicherungen an oberster Stelle stehen. Sie sind wesentliche Voraussetzungen für einen wirksamen Schutz. Zusätzlich eingebaute Einbruch- oder Überfallmeldeanlagen bieten darüber hinaus weiteren Schutz. Denn durch ihre Meldewirkung wird das Risiko für den Täter, entdeckt zu werden, wesentlich erhöht.

Die Wirksamkeit der auf dem Markt vorliegenden Sicherungsprodukte ist nur bei fachgerechter Projektierung und Montage gewährleistet. Firmen, die sich zur Beachtung fachgerechter Projektierung und Montage verpflichtet haben, werden im „Adressennachweis von Errichterunternehmen für mechanische Sicherungseinrichtungen“ sowie dem „Adressennachweis von Errichterunternehmen für Überfall- und Einbruchmeldeanlagen“ des LKA NRW aufgeführt.

Herstellerverzeichnisse von geprüften/zertifizierten Produkten sind im Internet eingestellt unter: www.polizei-bayern.de

Förderprogramme

Die NRW Bank und die KFW Bank bieten Förderprogramme für den Einbruchschutz an. Die Förderung ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Informationen hierzu sind zu finden auf der Webseite der NRW Bank www.nrwbank.de und der Webseite der KFW Bank unter www.kfw.de.

Ergänzende Informationen rund um das Thema Förderprogramme auf Bundes- und NRW-Landesebene hat auch die Verbraucherzentrale NRW unter www.vz-nrw.de (Suchbegriff: Förderprogramme) zusammengestellt.

Quelle: dfk und #sicherimDienst